smilethings

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag. I want to make you smile.

Als Mystery Guest im Musical

Gestern durfte ich einen guten Freund, der ab und zu als Mystery Guest unterwegs ist, ins Theater des Westens zur neu aufgelegten Musical Adaption des Disneyfilms „Der Glöckner von Notre Dame“ begleiten. Dies war nur möglich, weil sich im letzten Moment noch ein Kollege fand, der mit mir einen Schichttausch machte. Sonst hätte ich eigentlich gestern arbeiten müssen.

Was ist und macht ein Mystery Guest? Man kann kostenfrei Hotels, Restaurants, Bars oder kulturelle Veranstaltungen besuchen, verhält sich ganz normal und unauffällig, muss sich aber während des Besuchs ganz schön viel merken und auch bestimmte Aufgaben erledigen bzw. bestimmte Fragen stellen. Dafür muss man hinterher einen recht auführlichen Testbericht schreiben. Man lernt neue Veranstaltungsorte, Restaurants, etc. kennen  und bekommt ausgegebene Gelder erstattet. Im Laufe der Zeit wird man auch beim Schreiben der Berichte routinierter und schneller werden. Aufwand und Nutzen bzw. kostenloses Erlebnis halten sich in einer sehr guten Waage, denke ich. Ich hab mich jedenfalls gleich heute als Mystery Guest beworben. 🙂

Aber nun zum Musical. Die Stimmen waren gut, das Bühnenbild aufwendig, aber nicht sehr variabel, toller Chor, tolles Orchester. Man hielt sich sehr genau an die Texte und Melodien des Films, was ich nur weiß, weil ich mir gestern dann gleich den Disneyfilm zum Vergleich ansah. Es ist ja Jahre her, dass ich den mal sah. Mein Hauptfazit: Der Film ist schöner. Das liegt aber sicher auch daran, dass man einfach die putzigen Wasserspeier und die lustige Ziege, die Esmeralda immer begleitet, in einer realen Darstellung nicht umsetzen kann.

Ich wusste ja, dass es ein DISNEY-Musical ist, aber gerade im zweiten Teil waren einige Szenen so zuckersüß, kitschig inszeniert, dass ich mit den Augen rollte. Als Domprobst Frollo Esmeralda und Hauptmann Phöbus noch einmal ein Abschiedstreffen vor Esmeraldas Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen gewährt, bleibt Esmeraldas Stimme fast stehen und die Töne und Silben ziehen sich wie Kaugummi auseinander. Im Gegensatz zum Film stirbt Esmeralda im Musical und ihre Auffahrt in den Himmel und Engelwerdung – ojemine – soviel Kitsch hätte nicht sein müssen. Der Film ist tatsächlich viel weniger kistchbehaftet aus meiner Sicht.

Ich habe absolut nicht verstanden, weshalb der Quasimodo-Darsteller als normaler Mensch auf die Bühne kommt und erst dort zu Quasimodo verkleidet wird. Ihm wird ein Buckel umgeschnallt, der grüne Hemdsmantel umgelegt und die entstellende Maske aufgesetzt.

Im Film ist Quasimodo das Kind eines Zigeunerpaares, das von Frollo zu Tode gejagt wird. Im Musical hat Frollo einen Bruder, der, weil er sich in eine Zigeunerin verliebt und mit ihr leben möchte, der Stadt verwiesen wird. Aus dieser Verbindung entsteht Quasimodo. Quasimodos Mutter stirbt an Pocken und kurz vorm Ableben des Vaters ruft dieser seinen Bruder Frollo zu sich, mit der Bitte für Quasimodo Sorge zu tragen. Frollo hasst alles Fremde und vor allem die Zigeuner, die er seit Jahren versucht, aus Paris zu vertreiben. Manchmal habe ich mich während der Textpassagen von Frollo sehr unangenehm berührt gefühlt, was widerum für ein, größtenteils, überzeugendes Spiel spricht. Aussagen wie „unsere Grenzen sind nicht geschützt“ und dass nicht immer mehr von „diesem Pack und Gesindel“ ins Land kommen darf, erinnern doch sehr an den momentan eisig-rechten Wind in Europa. Rassismus und das Bestreben, andere Völkergruppen zu vernichten, gab und gibt es leider, leider zu allen Zeiten.

Insgesamt fand ich jedoch das Schaupiel und den Gesang der Darsteller zu aufgesetzt, einfach nicht natürlich. Von der Inszenierung, die 1999 – 2002 am Potsdamer Platz lief, war ich sooooo begeistert. Diesmal leider nicht. Vielleicht sollte Stage Entertaiment einfach mal aufhören, Musicals wie am Fließband zu produzieren. Weniger wäre hier, meiner Meinung nach, mehr. Trotzdem war die so verbrachte Zeit viel, viel besser als arbeiten zu müssen. 🙂

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Sophie war shoppen :D

Mein selbst gesetztes Geldausgabelimit habe ich leider etwas überzogen, aber dafür habe ich ja nicht nur an mich gedacht sondern es werden noch mindestens fünf weitere Personen von meinen Einkäufen profitieren. 🙂

Kommt gut durch den Frühling,

die Sophie

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Gemüserettung – Teil 1

Nachdem ich am Freitag sauer und enttäuscht über die nicht erfolgte Lieferung meiner etepetete-Obst- und Gemüsekiste war, kam sie nun heute an. Im Großen und Ganzen bin ich trotzdem zufrieden mit dem Inhalt. Die Enden der Möhren sind etwas oll und insgesamt muss ich alles wohl etwas schneller verbrauchen als gedacht und gewollt, aber lieber eine halbe Kartoffel verwenden können als eine ganze wegzuschmeißen. Ich hatte noch am Freitag eine E-Mail ans Unternehmen geschrieben und heute bekam ich die Antwort. Man hätte mir sogar eine Ersatzkiste geliefert. Darauf hab ich verzichtet, es ist aber gut zu wissen, dass solch eine Kulanz möglich gewesen wäre.

Das war drin: 7 Tomaten, 3 Zucchini, 3 Spitzpaprika, 3 Orangen, 6 Kiwi, 1 großer Kohlrabi, aus dem ich mir noch eine schöne Portion Eintopf kochen werde, 7 Möhren, 4 schwarze Rettiche, (leider nur) 1 Apfel und 1 kg Kartoffeln. Mit dem Verbrauchen hab ich gleich fleißig angefangen und so wird die Nachtschicht heute lecker und zweigängig. Vorm Auflauf gibt es Möhren-Orangen-Salat.

Ich bin zuversichtlich, dass die zweite Lieferung besser laufen wird und freue mich auf mein weiteres Gemüseretterdasein. 🙂

Herzliche Frühlingsgrüße,

die Sophie

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